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Neue Leads erschließen und Kundenpotenziale aktivieren

DIE SÜD sucht Lösungen, die unerkannte Beratungsanlässe identifizieren und daraus eigenständig qualifizierte Leads generieren, pilotierbar mit geringem IT-Aufwand und skalierbar über Makler, Ausschließlichkeitsorganisation und Direktvertrieb.

#Leadgenerierung#CustomerEngagement#VentureClienting

Zielsetzung

Ziel ist der Aufbau eigener, nachhaltiger Lead-Quellen: Lösungen sollen neue Beratungsanlässe erkennen, bislang ungenutzte Kundenpotenziale aktivieren und zusätzliche qualifizierte Leads für das Neugeschäft von DIE SÜD generieren. Als qualifiziert gilt ein Lead, wenn die Person real existiert und per Telefon, E-Mailadresse, Post erreichbar ist und nach erneuter Bestätigung explizit Informationen und eine Kontaktaufnahme bzw. Beratung zu einem Thema wünscht, also die konkrete Erwartung hat, dass sich jemand meldet. Ein Lead muss nicht zwingend für ein bestimmtes Produkt abschlussfähig sein (z. B. kann eine Person unterhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze dennoch für Zusatzversicherungen oder das Lebens-/Unfallversicherungsgeschäft qualifiziert sein). Erzeugt ein Ansatz Beratungsanlässe oder Kontaktpunkte, kann die Erfassung des Kontaktwunsches (z. B. über eine Landingpage oder ein Formular) im PoC gemeinsam mit DIE SÜD umgesetzt werden. Entscheidend ist, dass am Ende qualifizierte Leads im oben beschriebenen Sinn entstehen.

PoC-Ziel:

Im Rahmen des Venture-Client-Prozesses soll in einem PoC mit klar definierter Zielgruppe oder Vertriebseinheit nachgewiesen werden, dass die Lösung:

  • zusätzliche oder qualitativ bessere Vertriebsimpulse erzeugt als heute, gemessen an einer gemeinsam definierten Ausgangsbasis
  • qualifizierte Leads aus neuen Beratungsanlässen, Kundenkontakten oder Mehrwertinteraktionen generiert, ohne externen Lead-Einkauf
  • Kundennutzen und Wirtschaftlichkeit des Ansatzes nachweist
  • ohne tiefgreifende IT-Integration funktioniert; mögliche Touchpoints (z. B. Landingpage, Website-Formular, CSV-basierter Datenaustausch) werden im Scoping gemeinsam abgestimmt
  • bei Vermittlern, Maklern und Vertriebsorganisationen sowie bei Kunden Akzeptanz findet

Mittelfristiges Ziel:

Einbindung weiterer Datenquellen, Partner- und Ökosysteminteraktionen sowie intelligenter Mechanismen zur Bedarfs- und Lead-Erkennung.

Langfristiges Ziel:

Aufbau eines gruppenweiten Lead- und Kundenpotenzial-Ökosystems mit kanalübergreifender Lead-Steuerung, Integration in CRM-, Marketing- und Vertriebsplattformen und Anbindung an die zukünftige One-Company-Architektur.

Denkbare Lösungsansätze

Die Lösung muss nicht die komplette End-to-End-Kette abbilden. Auch Anbieter, die einen klar abgegrenzten Teil der Wertschöpfung lösen und nachweislich zur Erschließung neuer Kundenpotenziale beitragen, sind interessant. Denkbar sind beispielsweise folgende Ansätze:

  • Erkennung von Beratungsanlässen durch Lebensereignisse (Life Events, z. B. Familiengründung, Immobilienerwerb, Ruhestandseintritt)
  • Digitale Mehrwertservices als Lead-Engine (z.B. Gesundheitsdienstleistungen etc.)
  • Leadgenerierung über Partner- und Embedded-Insurance-Ökosysteme
  • Empfehlungs- und Community-Ansätze
  • KI-gestützte Bedarfserkennung (z. B. digitale Gesundheits-, Pflege- und Vorsorge-Assistenten)
  • Gruppenweite Lead-Vermarktung und Lead-Nutzung, inkl. Zuordnung zum passenden Vertriebskanal

Nutzungssituationen

Relevante Anwendungsfälle sieht DIE SÜD insbesondere bei:

  • Lebensereignissen wie Familiengründung, Immobilienerwerb oder Ruhestandseintritt
  • Veränderungen im Gesundheits- oder Pflegebedarf
  • Digitalen Kundeninteraktionen
  • Nutzung von Gesundheits-, Vorsorge- oder Serviceangeboten
  • Interaktionen innerhalb von Partnerökosystemen
  • Bestandskunden, bei denen bisher nur einzelne Produktbereiche genutzt werden

Von besonderem Interesse sind Nutzungssituationen, bei denen heute noch keine aktive Kundenansprache erfolgt, obwohl ein potenzieller Beratungs- oder Absicherungsbedarf besteht.

Zielgruppen

Relevante Zielgruppen sind:

  • Bestandskunden der SDK
  • Bestandskunden der Stuttgarter
  • Kunden mit bislang geringer Produkttiefe
  • Potenzielle Neukunden innerhalb relevanter Zielgruppen
  • Nutzer digitaler Gesundheits-, Vorsorge- oder Serviceangebote

Anforderungen an die Lösung

Funktional

  • Eigenständige Generierung neuer Leads bzw. Identifikation neuer Beratungsanlässe aus Kundeninteraktionen, Mehrwertservices, Ökosystemen, Empfehlungen oder datenbasierter Bedarfserkennung
  • Erzeugung qualifizierter Leads gemäß obiger Definition (reale, erreichbare Person mit explizitem Beratungs- bzw. Kontaktwunsch)
  • Übertragbarkeit auf unterschiedliche Vertriebsmodelle: vermittlerorientiert (freie Vermittler/Makler, Ausschließlichkeitsorganisation) und digital (Direktvertrieb per Video-Beratung). Im PoC müssen nicht alle Kanäle abgedeckt sein, die Lösung darf aber nicht auf einen einzelnen Kanal beschränkt bleiben
  • Anwendbarkeit auf Neukunden und/oder Bestandskunden
  • Messbarkeit der Ergebnisse (z. B. Anzahl und Qualität generierter Leads, Conversion in Beratungs-, Angebots- oder Abschlussprozesse)

Technik, Datenschutz & Sicherheit

  • Pilotierbar ohne tiefgreifende IT-Integration und mit geringem Implementierungsaufwand innerhalb bestehender, getrennter Systemlandschaften (z. B. über Landingpage, Website-Formular oder CSV-basierten Datenaustausch)
  • Betrieb eigenständig oder als Plattformlösung möglich
  • DSGVO-konforme Umsetzung; keine Ansätze, die ausschließlich auf Third-Party-Daten basieren, deren datenschutzkonforme Nutzung nicht eindeutig sichergestellt ist
  • Verständnis für die Anforderungen eines regulierten Versicherungsumfelds
  • Perspektivisch anschlussfähig an eine integrierte One-Company-Landschaft und an CRM-, Marketing- und Vertriebsplattformen

Reife & Umsetzungsfähigkeit

  • Mindestens validiertes MVP bzw. marktfähiges Produkt
  • Lösung auf Deutsch verfügbar bzw. für den deutschen Markt adaptierbar; Aktivitäten im DACH-Raum

Wünschenswert (Nice-to-have)

  • Erfahrung in der Finanz- und/oder Versicherungswelt, im Gesundheitsbereich oder in angrenzenden Geschäftsmodellen (z. B. Personenversicherung, Gesundheitssysteme)
  • Hosting auf Servern in Deutschland
  • Relevante Zertifizierungen (z. B. Informationssicherheit, Datenschutz)
  • Bevorzugt: Vergütungsmodelle ohne Bezahlung pro Lead (z. B. SaaS, White-Label, Plattform- und Ökosystempartnerschaften, Revenue-/Success-Share). Pay-per-Lead- und Affiliate-Modelle sind wegen schwankender Kosten weniger bevorzugt, aber kein Ausschlusskriterium
  • Kompetenzen in Life-Event-Detection, Customer Intelligence und Predictive Analytics, Lead-Management und Lead-Routing

Nicht im Scope

  • Reine Lead-Handelsplattformen und Lead-Broker-Modelle, deren Wertschöpfung überwiegend im Verkauf bereits generierter Leads besteht
  • Zukauf externer Leads oder die Optimierung bestehender Lead-Einkaufsmodelle
  • Reine Beratungsangebote ohne skalierbare Lösungskomponente
  • Lösungen, die eine kurzfristige Vollintegration der IT- und Datenlandschaften beider Unternehmen voraussetzen
  • Lösungen, die nur in einem einzelnen Vertriebskanal funktionieren
  • Lösungen ohne klaren Mehrwert gegenüber bestehenden Vertriebs- und Leadprozessen

Bewertungskriterien

Bei der Bewertung der eingereichten Lösungen sind insbesondere folgende Kriterien relevant:

Strategy Fit

  • Beitrag zur Erschließung neuer Leads und Kundenpotenziale
  • Relevanz für die gemeinsame One-Company-Perspektive
  • Übertragbarkeit auf verschiedene Vertriebsmodelle und Zielgruppen

Machbarkeit

  • Realistische Einführung innerhalb bestehender Strukturen
  • Begrenzter Integrationsaufwand in der Pilotphase
  • Nachvollziehbares Betriebs- und Implementierungskonzept
  • Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen

Mehrwert

  • Klarer Nutzen für Kunden
  • Klarer Nutzen für Vertrieb und Vermittler
  • Nachvollziehbarer Business Case
  • Messbare Erfolgskennzahlen
  • Beitrag zur nachhaltigen Erschließung eigener Lead-Quellen
  • Reduktion der Abhängigkeit von externen Lead-Lieferanten und Lead-Marktplätzen

Skalierungspotenzial

  • Einsatz zunächst in Teilbereichen möglich
  • Perspektivische Ausweitung auf die gesamte Gruppe
  • Anschlussfähigkeit an zukünftige Zielarchitekturen

Mindeststandards für Anbieter

Der Anbieter sollte:

  • über eine bereits validierte Lösung oder belastbare Referenzen verfügen
  • ausreichende Ressourcen für einen Pilotbetrieb bereitstellen können
  • DSGVO- und Compliance-Anforderungen erfüllen
  • die Anforderungen eines regulierten Versicherungsumfelds verstehen
  • offen für eine schrittweise Einführung und gemeinsame Weiterentwicklung sein