
Öffentlich-rechtliche Plattform der Zukunft
Die Welt funktioniert in Plattformen: Meta, Google oder Amazon verstehen es, die Nutzer:innen in ihren eigenen Welten zu halten. Wie könnte ein solches Plattform-Ökosystem aussehen, wenn es vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk gestellt wird? Wie kann ein Anbieter wie der WDR es schaffen, ein am Gemeinwohl orientiertes Gesamterlebnis zu gestalten?
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✅ Completed 🏁 Winner Glückwunsch an Zefwih für den Gewinn de Challenge!
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🇦🇹 🇩🇪 🇨🇭 Die Deutschland 4.0 - Challenge wird in deutscher Sprache durchgeführt.
🌎 Scope 🇦🇹 🇩🇪 🇨🇭 Die Deutschland 4.0 - Challenge wird im deutschsprachigen Raum durchgeführt
Öffentlich-rechtliche Plattform der Zukunft
Als Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks leistet der WDR einen wesentlichen Beitrag zur Meinungs- und Medienvielfalt in Deutschland. Mit hochwertigen Programmen, kulturellen Veranstaltungen und innovativen, digitalen Formaten gestaltet er die Medienlandschaft von morgen entscheidend mit und engagiert sich im Auftrag der Gesellschaft für Integration und Inklusion in unserem Land.
Trotzdem werden zurzeit die Fragen zur Ausgestaltung und Legitimation des öffentlich-rechtlichen Rundfunks immer lauter diskutiert – vor allem zu dessen Zukunft: Welche digitalen Angebote soll der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Zukunft betreiben und welchen Mehrwert bieten sie den Nutzer:innen?
Zweckehe mit Drittplattformen
Die großen Plattformen machen es vor: Meta, Google oder Amazon schaffen es, die Nutzer:innen in ihren Kosmos zu ziehen und dort zu binden. Das bedeutet für ARD und ZDF, dass sie dort präsent sein müssen, um viele Menschen mit ihren Inhalten überhaupt noch zu erreichen.
Doch hier liegt das zentrale Problem: Dass öffentlich-rechtliche Inhalte fast nur auf privaten Plattformen wie YouTube oder Instagram diskutiert werden können, steht im Widerspruch zum Auftrag, den demokratischen Meinungsbildungsprozess zu fördern. Daneben begeben sich die Rundfunkanstalten in die Abhängigkeit kommerzieller Plattformen und ihrer Algorithmen.
Eine hauseigene Plattform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Zurzeit läuft im WDR (wie in der gesamten ARD) eine Diskussion darüber, wie wir in einer Welt der Plattform-Ökosysteme bestehen können - und ob es dafür eine eigene Plattform bräuchte und nicht wie bisher allein eigenständige digitale Angebote. Im Mittelpunkt steht hierbei die Positionierung im gesellschaftlichen Diskurs, eine Öffnung für Interaktion mit dem Publikum und gesellschaftliche Teilhabe, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Polarisierung und Desinformation.
Challenge
Eine solche Plattform wäre natürlich eine große technische Herausforderung. Führende Anbieter wie Facebook oder YouTube haben über Jahre hinweg an ihren Angeboten gefeilt und viele Ressourcen in die Entwicklung investiert.
Andererseits ist der Zeitpunkt optimal, denn die Branche befindet sich im Umbruch: Elon Musk demontiert Twitter, Byte Dance verwandelt TikTok in ein Überwachungstool, und Mark Zuckerberg löst sich zugunsten des Metaverse von Facebook. Die Entwicklung einer demokratiefördernden Non-Profit-Public-Value-Plattform könnte auf fruchtbaren Boden fallen - möglicherweise auch in Form einer Weiterentwicklung bestehender digitaler öffentlich-rechtlicher Angebote.
Der Grundstein in der digitalen Welt ist mit den Mediatheken und zahlreichen Webauftritten längst gelegt. Aber wie verwandeln wir die vielen Angebote in eine tatsächliche soziale Plattform, die für die Nutzer:innen zu einem personalisierten und vollständigen Erlebnis-Ökosystem wird, das mit den bestehenden Angeboten mithalten kann?
Eine öffentlich-rechtliche Plattform, die …
- Austausch und Mehrwert bietet,
- zu der die Nutzer:innen eine starke Bindung aufbauen,
- die zur Tagesbegleiterin mit verschiedenen Touchpoints wird,
- die gesellschaftliche Polarisierung überwindet,
- und dabei die Daten der Nutzer:innen schützt.
Key Questions:
- Welche bedeutsame Rolle im gesellschaftlichen Diskurs, besonders vor dem Hintergrund einer wachsenden Polarisierung und Desinformation, können und müssen die Öffentlich-Rechtlichen im Digitalen anstreben?
- Wie können sich öffentlich-rechtliche Medienhäuser von großen Plattformen wie YouTube, Instagram und TikTok auf lange Sicht emanzipieren und ihnen etwas Relevantes und Eigenständiges gegenüberstellen?
- Wie könnten Mediatheken und weitere digitalen Angebote zu einer oder mehreren öffentlich-rechtlichen Plattformen weiterentwickelt werden?
Wer kann teilnehmen?
Die Challenge ruft insbesondere Studierende, Start-ups, Forschende und Young Professionals dazu auf, Ideen und Technologien auf der Grundlage der Challenge zu entwickeln.