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STRABAG – Kreislaufmodelle für gebrauchte Geotextilien im Infrastrukturbau

STRABAG sucht Innovator:innen, die neue Use Cases für gebrauchte Geotextilien aus großen Infrastrukturprojekten entwickeln. Ziel ist es, heute entsorgtes Material in nachhaltigere Anwendungen zu überführen und gemeinsam im Rahmen eines PoC zu validieren – mit Perspektive auf Skalierung und Partnerschaft.

Wer kann teilnehmen?
Impact Startups und gemeinwohlorientierte Unternehmen
• mit marktbasiertem Geschäftsmodell
• und einer sozialen, ökologischen oder gesellschaftlichen Wirkungsmission

#CircularEconomy #Infrastructure #SocialInnovation #VenturePartnership

  • 🏆 Prize

    Proof of Concept mit STRABAG · Sichtbarkeit & Partnerschaftsperspektive

  • 🕑 Deadline
    Apr 6, 2026, 10:59 PM
  • 🌎 Scope

    DACH Region

  • ❓Fragen

    Nimm gerne an unseren Q&A Calls mit ekipa teil!

Aktueller Stand

Geotextilien sind technische Kunststoffvliese (z. B. aus PP oder PE), die im Infrastrukturbau eingesetzt werden, um Böden/Schichten zu stabilisieren, zu trennen oder zu entwässern – etwa bei temporären Baustraßen im Rahmen großer Stromtrassen- oder Infrastrukturprojekte.

In laufenden Stromtrassen-Projekten fallen mehrere tausend Tonnen Geotextilien an. Sie werden über einen begrenzten Zeitraum genutzt und anschließend wieder ausgebaut. Der Bau- und Rückbauprozess ist dabei stark mechanisiert und auf Effizienz ausgelegt.

Nach dem Ausbau liegen die Geotextilien typischerweise:

  • stark verschmutzt (Erde, Kies, Wasser),
  • nass und teils mechanisch beschädigt,
  • unsortiert und herstellerübergreifend sowie rohstoffübergreifend gemischt,
  • in großen Materialmengen vor.

Problem Definition

Das zentrale Problem ist neben der Aufbereitung an sich, insbesondere das Fehlen tragfähiger Anwendungsfälle und Märkte für gebrauchte Geotextilien. Obwohl das Material grundsätzlich recyclingfähig ist, scheitert eine höherwertige Nutzung bislang an mehreren Faktoren:

  • Es existieren kaum validierte Use Cases für das aufbereitete Material.
  • Entsorgung und Verbrennung sind aktuell die wirtschaftlichste und einfachste Option.
  • Hersteller- und materialübergreifende Lösungen fehlen.
  • Potenzielle Abnehmer für Sekundärmaterialien sind nicht klar definiert oder nicht etabliert.

Solange es keinen klaren Anwendungsfall mit einem realen Abnehmer gibt, bleibt selbst technisch mögliches Recycling wirtschaftlich und systemisch unattraktiv. Genau hier liegt der Hebel dieser Challenge.

Knowledge Base

Geotextilien im Bauwesen

  • Geotextilien sind genormte Bauprodukte und unterliegen technischen sowie regulatorischen Anforderungen. Sie werden in großen Infrastrukturprojekten häufig temporär eingesetzt
    (z. B. Baustraßen).
  • Nach dem Ausbau gelten sie in der Regel als Abfallmaterial.

Regulatorischer Rahmen

  • Die Verwertung gebrauchter Geotextilien unterliegt u. a. dem deutschen Kreislaufwirtschaftsgesetz sowie europäischen Abfallregelungen.
  • Für viele Bauprodukte (so auch Geotextilien) gelten strenge Normen und Zulassungen, die den Einsatz von Recyclingmaterial begrenzen.

Markt- & Systemkontext

Es gibt derzeit keine breit etablierten Märkte für Sekundärmaterialien aus gebrauchten Geotextilien.

MIRAFI HMi | High-stiffness geotextile for reinforcement | Solmax

https://www.beco-bermueller.de/de/produkte/geobaustoffe-geotextilien-geokunststoffe/geogewebe/beforce-geogewebe/

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